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Auf Fotosafari

Auf Fotosafari in Südafrika, Land der Vielfalt und der Abenteuer

Vor etwa zehn Jahren war ich mit einer Reisegruppe im August in Südafrika für etwa vierzehn Tage. Von allen Erlebnissen und Eindrücken auf dieser Reise ist mir besonders eine Tagestour in einen der Nationalparks in Erinnerung geblieben. Im Abendsonnenschein befuhren wir in Jeeps, geführt von einem Ranger, eine schmale Straße durch die Savanne.

Auf einmal machte uns der Ranger auf eine Bewegung links von uns weit hinten am Horizont aufmerksam. Wir sahen nur Schatten, er sprach von einer Elefantenherde, Mütter mit ihren Kindern unterschiedlichen Alters.

elefant kleinWir fuhren weiter und achteten vor lauter neuen Eindrücken nicht mehr auf das, was sich links von uns tat. Während wir rechts am Hang das eine und das andere Nashorn beobachteten, näherte sich von links eine beachtliche Herde von etwa vierzig Elefantenkühen mit ihren Jungen. Im Nu waren wir umringt und atmeten den unverwechselbaren Geruch der Tiere ein. Wir waren froh, einen erfahrenen Ranger bei uns zu haben, der uns aufforderte, die Ruhe zu bewahren. Die Herde strebte einem großen Schlammloch zu, in dem sie ihr abendliches Schlammbad nahm. Während die Alten sich langsam auf die Seite drehten, stolperten die Jungen übereinander – vor lauter Armen und Beinen sah man kein einzelnes Mitglied der Herde mehr – lautes Trompeten erfüllte die Savanne – alle hatten offensichtlich Spaß am Baden. Der Schlamm spritzte nach allen Seiten.

Doch wir hatten Glück, den Rangern gelang es immer wieder, die Jeeps so zu manövrieren, dass unsere Gruppe wenig abbekam und trotzdem gute Fotos gemacht werden konnten. Die Herde akzeptierte uns als Teil der Savanne und ließ sich nicht stören.

Nach einiger Zeit löste sich der Wirbel an Armen und Beinen auf, Mütter nahmen ihre Kinder am Rüssel und zogen von dannen. Wir fuhren weiter und werden diesen Eindruck im Abendsonnenschein nie vergessen.

Und was hat dieses Erlebnis mit Lernen mit allen Sinnen zu tun? Wenn Elefantenbabys geboren werden, werden sie in einer Herde mit weiblichen Elefanten groß und müssen sich anpassen. Die Väter bleiben der Herde fern, da die Gefahr besteht, dass sie die Jungen nicht akzeptieren. Die Jungen lernen die Gesetze der Savanne von ihren Müttern, sie lernen Fressbares von nicht Fressbarem unterscheiden, sie lernen die Wege zum Wasser kennen. Und sie genießen die Augenblicke, in denen sie einfach nur entspannen und sich an der Natur freuen können. Sie konzentrieren sich auf jeden Moment, den des Lernens und den des Entspannens. D. h., sie lernen nebenher, vertrauen den „Erwachsenen“ …...

Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Fühlen und Begreifen macht Lernen lernbar.

Angelika Schäfer

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